miércoles, 2 de junio de 2021

"Tour durch einige psychoanalytische Bezüge auf die christliche Religion in den Werken von Freud / Lacan"

 Berlin, June 2021, posted by Claudio Steinmeyer




Pablo Serrano  (1908-1985 ) St. Peters Kirche in Madrid
Pablo Serrano  (1908-1985 ) St. Peters Kirche in Madrid


 

 

 

L.O.B. Forschungsseminar:

Die Wissenschaft und die Wahrheit

Beitrag von Claudio Steinmeyer am 06 Mai 2021

 

Tour durch einige psychoanalytische Bezüge auf die christliche Religion in den Werken von Freud / Lacan (leidende Subjekt, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, u.A.)*


Wenn man Lacans Text über "Wissenschaft und Wahrheit" als Ziel nimmt, hat man in dem Umfeld natürlich auch diverse andere wichtige Texte, die sich damit befassen, wie die Psychoanalyse und die Religion, bzw die christliche Religion, zueinanderstehen.

Sowohl Freud als auch Lacan haben sich jeweils mit unterschiedlichen Stilen und Positionen mit der Thematik auseinandergesetzt.

Freud fokussierte sich eher auf die Religion und Kirche als väterliche Institution (Totem und Tabu, Massenpsychologie) und somit auf den dogmatischen Teil der Religion (Das Unbehagen in der Kultur). Im Vergleich zu Lacan vielleicht auch mit einer kritischeren Sichtweise. Lacan befasste sich auch mit Religionen, insbesondere über seine Diskurse, Liturgie und Kunst, um neue Wege für die Artikulation der Psychoanalyse zu finden.

Mit unserem Blick auf den Begriff des „leidenden Subjekts“, den Lacan in dem Text, mit dem wir uns heute beschäftigen, in den Mittelpunkt der religiösen Erfahrung stellt, könnten wir Freuds „Das Unbehagen in der Kultur“ als Ausgangspunkt nehmen (1).

Freud beschäftigt sich dort lange mit der Präposition „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Er behauptet, dieses Gebot sei mit Sicherheit älter als das Christentum. Meiner Meinung nach (und klar, ich habe keine theologische Ausbildung) gibt es dort eine Grauzone.

Zunächst ist es keines der zehn Gebote wo der Nächste doch erscheint aber auf andere Weise: „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen, Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen,…….“

Um die Formulierung „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ zu finden, müssen wir zu den Evangelien gehen, bzw. das Neue Testament.

In diesem Rahmen fahren wir mit dem Apostel Paulus fort: Wenn Sie nicht in der Lage sind, sich selbst zu lieben, können Sie Ihren Nächsten nicht lieben, und wenn Sie Ihren Nächsten nicht lieben können, können Sie Gott nicht lieben.

 All diese Liebesbewegungen sind von zentraler Bedeutung für die katholische Doktrin und könnten in das Konzept der Nächstenliebe zusammengefasst werden, dass für den Heiligen Paulus das Gesetz in seiner vollen Form ist.

Dieses Konzept der Nächstenliebe ist von besonderem Interesse, da Lacan später in zwei Texten darauf zurückkommen wird: Seminar XX und Fernsehen.

Aber bleiben wir weiter bei Freud: Er sagt, der andere verdiene sogar eher meinen Hass.

Er fragt sich, warum ich meine kostbare Liebe verschwenden solle. Es wäre sogar unfair, wenn ich alle gleich lieben würde, weil meine Leute meine Liebe als Demonstration der Präferenz schätzen würden.

Aber dann macht er eine sehr wichtige Bemerkung: Die Liebe sei ein Werkzeug, dessen Hauptfunktion, von der Natur in jeder Weise begünstigt, die Erhaltung der Art sei (Objekttrieben). Im Gegensatz dazu stünde beispielsweise der Hunger, ein Vertreter der Triebe, zu welchem das Individuum, das Einzelwesen, sich hingibt. (Ichtriebe)

Und nach einer langen Auseinandersetzung in Bezug auf die Liebe und seine Schuldgefühle stellt er schließlich fest, dass "deinen Nächsten lieben" für das Individuum wohl eher Unglück bedeutet, dass es aber ermöglicht, das Kollektive (die Kultur) aufzubauen.

Jetzt etwas weiter mit Lacan.

In Seminar VII widmet Lacan dieser soeben besprochenen freudschen Dialektik zur Nächstenliebe ein ganzes Kapitel. (2)

Er sagt, dass Freud mit dem Problem des Genusses des Anderen, mit dem Jenseits des Lustprinzips und mit der natürlichen Tendenz des Menschen zum Bösen, zur Grausamkeit und Gewalt konfrontiert wird.

Während des gesamten Kapitels scheint Lacan damit beginnen zu wollen, eine neue These einzuführen, nämlich: Der Analytiker operiert, in der Kur, nicht aus Liebe zu seinem Nächsten, sondern aus einer ganz anderen, neuen Motivation heraus: das Begehren des Analytikers.

Zu dieser Zeit fand auch der Diskurs an die Katholiken statt, den er 1960 in der Universität von Saint-Louis in Brüssel gab. (3)

Lacan setzt weiter fort, Brücken zum katholischen Diskurs aufzubauen.

Hier bezieht sich Lacan (der übrigens einen soliden Jesuitenhintergrund hatte) auf das Gebot, "deinen Nächsten wie dich selbst zu lieben" als das, was es ist: ein Gebot, das erst in den Evangelien erscheint und Teil des Neuen Testaments ist.

Und Lacan weist auf das Problem der Ambivalenz in dieser Liebe hin: Denn diese wird immer von Hass begleitet. Dieser Hass macht den Anderen, den Nächsten, für uns zum Fremdesten ( Zadig-Tagung zum Thema).

Dann haben wir das Seminar XX, an dem wir das ganze Jahr gearbeitet haben. Es ist ein Text, der sicherlich auch als moderne Abhandlung über die Geschichte des Christentums gelesen werden könnte. In Kapitel VIII "Wissen und Wahrheit" geht Lacan auf die Nächstenliebe, jedoch die Nächstenliebe in Freud, ein. Und diese Freudsche Nächstenliebe bezeichnet er sie als Barmherzigkeit: "Ist es nicht, bei Freud, Barmherzigkeit, erlaubt zu haben dem leidenden Subjekt …. dass es Unbewusste gibt…“ (4)

 

An dieser Stelle können wir mit unserem zentralen Text fortfahren.

Wir befinden uns heute an einem dramatischen Zeitpunkt, ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit, an dem die Corona-Pandemie der Wissenschaft und der Psychoanalyse Hauptrollen verliehen hat (aber auch der Magie und Religion). Es ist daher ein besonders fruchtbarer Moment, unsere Position noch einmal von der Magie und Religion zu unterscheiden.

In diesem Sinne, Lacan äußert im Text (5), dass Religion und Magie gegenüber der Wissenschaft im Schatten stehen, nicht aber für das leidende Subjekt, mit dem wir uns befassen wollen. Und sagt, dass dies nicht nur Erleichterung in der Religion oder Magie sucht, sondern auch die Psychoanalyse betrifft.

Was geschieht also, wenn diese leidenden Subjekte und ihre Hilferufe sich exponentiell vermehren? Dies geschah tatsächlich in Zeiten außergewöhnlicher sozialer Umwälzungen z. B. nach den beiden Weltkriegen oder als Folge wirtschaftlicher Zusammenbrüche oder derzeit aufgrund der Pandemie.

Die Psychoanalyse steht erneut vor der Herausforderung einer kollektiven Aktion.

Kann die Psychoanalyse ihr Handlungsfeld über die Praxis hinaus auf das soziale Umfeld ausweiten und solidarische Unterstützung anbieten?

Wenn wir die Definitionen der Wohltätigkeit / bzw. Barmherzigkeit in der Enzyklopädie überprüfen, fällt Folgendes auf:  

 

a)   Im Christentum: wird es als eine theologische Tugend bezeichnet, die darin besteht, Gott über alle Dinge zu lieben und den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Das ist etwa was wir gerade aufgearbeitet haben.

b)   Haltung der Solidarität mit dem Leiden der Anderen.

Die Barmherzigkeit der Kirche auf diesem leidenden Subjekt zeigt sich durch eine Reihe von Merkmalen, wie z.B:

-Die Orientierung nach dem Prinzip: ‘liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst’. Das bedeutet dann mitunter eine gewisse Transitivität der Liebe, die bei keinem bestimmten Objekt (bevor Gott) Halt macht. Dadurch verschwindet zum Teil der Wert der Kontingenz im Leben.

-Eine Hilfe, die darauf basiert, etwas zu geben: Essen, Unterkunft, Bedeutung, Versprechen, Liebe.

Zusammenfassend und in Fortsetzung unseres Textes stellt Lacan das religiöse Handeln so dar, dass sie die subjektive Teilung ignoriert, die für die Psychoanalyse wesentlich ist:

In der Religion bedeutet Offenbarung eine Verleugnung der Wahrheit-als-Ursache. Der Gläubige überlässt die Last der Ursache Gott, sperrt dadurch aber seinen eigenen Zugang zur Wahrheit.

Dies bedeutet nicht, dass es keine Auswirkungen auf das leidende Subjekt gibt, es kann eine Linderung von Angstzuständen geben, es kann eine Verringerung der Hoffnungslosigkeit geben, aber das Subjekt wird sich seiner Position in der Struktur weiterhin nicht bewusst sein. Also anders als in der Psychoanalyse wo ein gewisses Begehren zum Wissen im Spiel ist.

 

 

Schauen wir uns nun diese zweite Definition an (also Barmherzigkeit als Haltung der Solidarität mit dem Leiden des Anderen) , indem wir sie in ihre Teile zerlegen. In Bezug auf das Leiden Anderer gibt Lacan einen sehr genauen Hinweis darauf, was die Psychoanalyse mit dem leidenden Subjekt macht, nämlich: seine grundlegende, strukturelle Teilung, nicht zu ignorieren:

„In der Psychoanalyse müssen wir immer die Aufteilung des Subjekts als Ausgangspunkt haben…. An jenem Fehlen des Penis der Mutter, an dem sich die Natur des Phallus offenbart.  Das Subjekt ist hier gespaltet, sagt uns Freud, angesichts der Realität ...“(5)

Lacan beschäftigt sich weiter mit der Barmherzigkeit in seinem Text „Fernsehen“(6), als er die Rolle des Heiligen mit dem Analytiker in Verbindung bringt.

Der Analytiker erlaubt dem Subjekt des Unbewussten, sich als Objekt der Übertragung, der Wahrheit-als-Ursache nehmen zu lassen: d.h. ein Heiliger zu sein, der Un-barmherzigkeiten praktiziert.  Psychoanalytische Barmherzigkeit bedeutet also, einen Mangel zu geben, einen leeren Ort, der aber auf den Anderen gerichtet ist, aber insbesondere bedeutet nicht ETWAS zu geben und vor allem keinen Sinn zu geben, der den Weg des Begehrens blockieren könnte. Oder zumindest nicht alles geben. Das sagt J.-A. Miller in seinem Buch “Der Partenaire-Symptom”.  Wohltätigkeit, meint Miller,  sollte auch kein Weg sein, den anderen kontrollieren zu wollen, indem man seinen Begehren auf ein Anspruch des Nezessäres herabsetzt (7)

Unser Solidaritätsvorschlag wird eine Orientierung suchen, die das Reale berücksichtigt, wo der Analytiker sich dazu eignet, vom Phantom des Subjekts in der Übertragung genommen zu werden.

Ein Reales, auf dem man ein Wissen aufbauen kann. Man fördert einen anderen Aspekt der Liebe, in dem man etwas aus dem Genuss ins Begehren verwandelt.

 

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LITERATUR

 

1) Freud, S. „Das Unbehagen in der Kultur“ – 1930. Kap. 5 bis 8

2) Lacan, J. „Seminar-Buch VII- Die Ethik der Psychoanalyse“ - 1960- Kap. 14 „Die Nächstenliebe“

3) Lacan, J. „Der Triumph der Religion“ (1960) – Einleitung: Der Diskurs an die Katholiken -  (auf Deutsch im Turia Verlag)

4) Lacan, J „Seminar – Buch XX – Encore“ (1973) – Kap VIII: Das Wissen und die Wahrheit – Turia Verlag

5) Lacan, J. „Schriften II“ – Kap: Wissenschaft und Wahrheit (1966) – Turia Verlag

6) Lacan, J „Radio und TV” – Kap. Fernsehen (1973), Ab: “Ein Heiliger sein“ – Anagrama Verlag

7) Miller, Jacques-Alain, „Der Partenaire-Symtom“ , (1997), Paidos Verlag, Buenos Aires, Argentinien

 

*mit lieben Dank an Julia und Diana Steinmeyer für die Korrekturen und Kommentare

 

 


sábado, 1 de mayo de 2021

L.O.B. Tagung zum Pipol 10 Kongress "Ein Kind wollen?

 Berlin, may 2021, posted by Claudio Steinmeyer


Bild aus dem Film "Vivarium" (2019)




Liebe Teilnehmer der L.O.B. Aktivitäten,

Am 3. und 4. Juli 2021 findet der Kongress der Eurofederation der Psychoanalyse, PIPOL 10, in Brüssel statt.

Der Titel ist „Ein Kind Wollen? Begehren der Familie und Klinik des Kindesverhältnisses“

Wir wollen uns zusammen darauf vorbereiten, indem wir am Samstag dem 12. Juni um 14.00 ein Seminar der LOB anbieten, das dieses Thema bearbeitet.

Es wird ein Filmclip gezeigt werden, mit anschließenden Kurzkommentaren von Myriam Mitelman und Natalie Wülfing.

Zwei Beiträge von Filomeni Sotiriou und Claudio Steinmeyer ("Die Familie, kulturell") werden weitere Aspekte der Thematik beleuchten.

Wir freuen uns sehr Sie alle dort anzutreffen - auf Zoom.

Danke an folgende Adresse zu registrieren: lacanscheorientierung@gmail.com

Der Kongress „PIPOL 10“ hat einen sehr umfangreichen Blog, der auf dieser Webseite einzusehen ist: https://www.pipol10.eu/en/

 und auch als Newsletter verschickt wird.














jueves, 1 de abril de 2021

Algunas referencias psicoanalíticas a la religión cristiana en las obras de Freud / Lacan

 Berlin, april 2021, posted by Claudio Steinmeyer



SEMINARIO LOB sobre el Texto de Lacan “La ciencia y la verdad”

Junio 2020 - Mayo 2021

 

Algunas referencias psicoanalíticas a la religión cristiana en las obras de Freud / Lacan

ponencia de Claudio Steinmeyer


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Pablo Serrano (1908-1985) – escultura altar Iglesia de San Pedro Mártir, Madrid España – el volumen vacío, arte de posguerra
 


Quiero pedirles disculpas porque este trabajo, por las prisas con las que finalmente pude ocuparme de él, no presentará la rigurosidad que ha caracterizado las presentaciones anteriores.

Si tenemos como punto de llegada el texto de Lacan “La ciencia y la verdad” sin duda que en su entorno hay otros importantes textos de la relación entre el psicoanálisis y la religión.

Lo hicieron tanto Freud como Lacan con estilos diferentes, posiciones distintas.

Freud sin duda se ocupó más de la iglesia como institución en relación a la figura paterna y de la parte dogmática de la religión. Quizás con una visión más crítica que la de Lacan quien también se ocupó de la religión en especial de su arte (p.ej en relación con el objeto mirada), su discurso y sus efectos como en el amor, la mística y el goce femenino,  buscando siempre nuevas articulaciones con el psicoanálisis e incluso tratando de dialogar y construir puentes p. ej con el catolicismo.

 

Con la mira puesta en la noción de sujeto sufriente, que Lacan sitúa en el corazón de la experiencia religiosa en el texto que nos interroga hoy, podríamos partir del Malestar en la Cultura (1).

Freud ahí trabaja extensamente en torno de la cuestión de “amar al prójimo como a ti mismo”.

Freud dice que este mandamiento seguramente es anterior al cristianismo. Considero que hay ahí una zona gris.

En principio no se trata de ninguno de los 10 mandamientos!! Sí que en ellos aparece la cuestión del prójimo, pero de otra manera: No darás falso testimonio contra tu prójimo, No codiciarás nada de tu prójimo etc.

En este marco continuamos con San Pablo quien argumenta lo siguiente: si no eres capaz de amarte a ti mismo no podrás amar al prójimo y si no puedes amar al prójimo no podrás amar a Dios.

Todo este movimiento, casi una dialéctica del amor, es central en la doctrina católica y se podría subsumir dentro del concepto de caridad que para San Pablo es la Ley en su plenitud. Este concepto de caridad es de especial interés porque Lacan lo va a retomar luego en dos textos: Seminario XX y Televisión.

Pero hay que ir a los evangelios, e.d. el nuevo testamento, para encontrar la fórmula: amarás a tu prójimo como a ti mismo. Y volviendo a Freud quien se pregunta por qué habría de derrochar mi preciado amor. Dice que el otro a veces merece más bien mi odio. Incluso sería injusto que amara a todos por igual, pues los míos aprecian mi amor como una demostración de preferencia.

 

Pero después hace una observación muy importante: que todo lo relativo al amor tiene que ver con los instintos de conservación de la especie!

Mientras que el hambre es un instinto de conservación del individuo.

Y después de un largo argumento entre el amor y los sentimientos de culpa termina afirmando que el “amarás a tu prójimo” es una calamidad individual pero que permite construir lo colectivo, la cultura.

 

Lacan en el seminario VII le dedica todo un capítulo a este desarrollo freudiano sobre el amor al prójimo. (2)

Para Lacan, Freud aquí se enfrenta con el problema del goce del Otro, con el más allá del principio del placer, la tendencia nativa del hombre a la maldad, la crueldad.

Lacan comienza a preparar el terreno una cuestión nueva, a saber: el analista no opera en la cura por amor al prójimo, sino que lo motiva otra función: el deseo del analista.

 

Alrededor de esta época nos encontramos también con el Discurso a los Católicos (3) que ofreció en 1960 en la Universidad de Saint-Louis de Bruselas continuando así con su línea de construir puentes hacia el discurso católico.

Aquí Lacan -que poseía una sólida formación jesuita- se refiere al “amarás a tu prójimo como a ti mismo” como lo que es, algo que aparece en los evangelios, parte del nuevo testamento.

Y Lacan señala el problema de la ambivalencia en ese amor, e.d va siempre acompañado de odio. Ese odio hace que el otro, el prójimo, se pueda transformar para nosotros en lo más extranjero (precisamente sobre este punto ha habido una jornada Zadig en Viena en el 2017).

 

Luego tenemos el seminario XX que estuvimos trabajando todo este año en nuestro grupo L.O.B. (Lacansche Orientierung Berlin), es un texto que sin duda también puede ser leído como un tratado moderno sobre la historia del cristianismo. En el cap. VIII “ El saber y la verdad” Lacan habla de la caridad, de la caridad en Freud “acaso no es por caridad que permitió a la miseria de los seres que hablan decirse que existe -ya que hay inconsciente- algo que trasciende de veras, y que no es otra cosa sino lo que esta especie habita, a saber, el lenguaje? (4)

 

En este punto podemos continuar con los Escritos y el texto que motivó nuestro presente seminario: “La ciencia y la verdad” fechado en 1965.

 

Seminario que elegimos al encontrarnos en un dramático momento de la historia de la humanidad en el que la pandemia ha vuelto a dar protagonismo a la ciencia; pero también a la magia, la religión y al psicoanálisis. Es por lo tanto un momento especialmente fecundo para, una vez más, diferenciar nuestra posición de la magia y la religión.

Dice Lacan en el texto que, para el sujeto de la ciencia, la magia y la religión no son sino sombras, pero no para el sujeto sufriente con el que tenemos que vérnoslas. (5)

 

Entonces, qué pasa cuando estos sujetos sufrientes y sus llamados de ayuda se multiplican exponencialmente. Sucedió en los tiempos de extraordinaria convulsión social después de las dos guerras mundiales, o como consecuencia de procesos de depresión económica y alta desocupación o actualmente por efecto de la pandemia.

 

Una vez más nos hallamos ante el desafío de una acción colectiva desde el psicoanálisis.

 

¿Puede el psicoanálisis ampliar su campo de acción fuera del consultorio, hacia lo social, ofreciendo atención solidaria? Sobre esto no hay consenso. Aunque Freud ya tempranamente mostro cierta sensibilidad y apoyo cuando se creó el Instituto de Berlín.  Pero además, ¿es esta solidaridad una forma contemporánea de la noción de caridad desarrollada por Lacan en varios textos? ¿Y la acción solidaria del analista tiene relación con la referencia lacaniana del psicoanalista como santo?

 

Volviendo a lo del sujeto sufriente Lacan dice que se ocupan tanto la magia, la religión pero también el psicoanálisis. Pienso que es sobre este sujeto sufriente sobre el que prácticamente descansa toda la acción caritativa de la iglesia. Esta acción está basada en una serie de características, p.ej.:

 

-orientada por el amor a Dios y al prójimo como a uno mismo. Lo que se traduce en cierta transitividad del amor que no se detiene en ningún objeto en particular. Se diluye así el valor de la contingencia en la vida.

- una ayuda basada en DAR algo: alimentos, refugio, sentido, promesas, amor.

-Desconociendo además el problema de que por lo general no deseamos el Bien del otro o de nosotros mismos, lo que Freud denominó: más allá del principio del placer y en Lacan: el goce.

 

En resumen y continuando nuestro texto, Lacan sitúa la operación religiosa como desconociendo la división subjetiva, esencial en el psicoanálisis:

En la religión, la revelación se traduce como una denegación de la verdad como causa. El religioso le deja a Dios la carga de la causa pero con ello corta su propio acceso a la verdad. (5)

 

Esto no significa que no se produzcan efectos en el sujeto sufriente, puede haber alivio de la angustia, puede haber mitigación de la desesperanza, pero el sujeto seguirá desconociendo su posición en la estructura.

Si repasamos las definiciones de enciclopedia de la caridad destacan las siguientes:

1)      En el cristianismo, virtud teologal que consiste en amar a Dios sobre todas las cosas, y al prójimo como a uno mismo. Que es un poco lo que acabamos de desarrollar.

2)      actitud solidaria con el sufrimiento ajeno.

Veamos ahora un poco esta segunda variante descomponiéndola en sus partes.

Respecto del sufrimiento ajeno Lacan da una indicación muy precisa de qué hace el psicoanálisis con el sujeto sufriente, a saber: no desconocer su división fundamental.

En psicoanálisis hemos de tener siempre como punto de partida la división del sujeto, esa falta de pene en la madre que revela la naturaleza del falo, el sujeto se divide aquí, nos dice Freud para con la realidad… (5)

 

Sobre la actitud solidaria en relación con la caridad: Lacan en su texto “Televisión” (6) relaciona la función del santo con el analista y dice que un santo no practica la caridad, más bien la desperdicia.

El analista permite al sujeto del inconsciente tomarlo como objeto causa de deseo: ser un santo que “descarida”. La caridad psicoanalítica así es dar una falta, un lugar vacío pero dirigido al otro,  especialmente es no dar algo y sobre todo no dar sentido que obture la vía del deseo. Como dice Jacques-Alain Miller (7) se trata de dar no-todo. La beneficencia, agrega Miller, tampoco debería ser un instrumento para controlar al otro en la medida en que se aplaste su deseo sobre la necesidad, empobreciéndolo aún más.

Nuestra propuesta solidaria buscará una orientación que tenga en cuenta lo real, empezando por el propio analista que se presta a ser tomado por el fantasma  del sujeto en la transferencia. Un real sobre el que se podrá construir un saber y apostando a otra vertiente del amor, la que ayuda a convertir algo del goce en deseo.

 

 
 
 Bibliografía
 
1)    Freud, S. „El malestar en la cultura “– 1930. Secc. 5 hasta 8
2)      Lacan, J. „Seminario VII- La Ética del psicoanálisis “- 1960- Cap. 14 „El amor al prójimo “.
3)      Lacan, J. „El triunfo de la religión“ (1960) – Intr. El discurso a los católicos -  Ed. Turia (en alemán)
4)      Lacan, J „Seminario XX – Aún“ (1973) – Cap. VIII: El saber y la verdad – Ed. Paidos
     5)      Lacan, J. „Escritos II“ – Cap. La ciencia y la verdad (1966) – Ed. Siglo XXI
6)        Lacan, J „Radiofonía y Televisión” – Cap. Televisión (1973), Ap. “Ser un santo“ – Editorial Anagrama 
    7) Miller, Jacques-Alain “El partenaire-síntoma” (1997), Ed. Paidós, Buenos Aires, Argentina
 
 
 




sábado, 9 de enero de 2021

2021 = Seminar 20 im Jahr 21

 Berlin, Jan. 2021, posted by Claudio Steinmeyer


Wir sind zurück!!

Liebe interessierte an die Psychoanalyse:
Am Montag den 25.01.21 um 20:00 Uhr machen wir weiter mit unserer Lektüre des Seminars XX „Encore“ von J. Lacan und wo er sich mit dem Thema der Weiblichkeit beschäftigt. Wir werden das Kapitel IX kommentieren: „Vom Barock – Da wo es spricht, genießt es, und es weiß nichts“ / die Humanwissenschaften, die Wahrheit als Messung des Gesagten, Seele – Unbewusst und Körper: was der Barock uns zeigt, u.A.
Für die Zoom-Anmeldung bitte E-Mail an lacanscheorientierungberlin@gmail.com schreiben
Bis dann!
















domingo, 20 de diciembre de 2020

Felices Fiestas / Happy Holidays / Frohe Feiertage

 Berlin, Dec. 2020, posted by Claudio Steinmeyer


Dejamos atrás un año difícil como nunca, con muchas pérdidas compartidas,  pero acá estamos, acompañándonos. ¡¡Por eso brindemos por unas Felices Fiestas !! Y por el porvenir del psicoanálisis!!

"Refugees la sagrada familia" - by Kelly Latimore, 2016 









Bilardo 2 - Antígona 0

  Berlin, July 2026 posted by Claudio Steinmeyer BILARDO 2 – ANTIGONA 0 Son casi las 19:30, no puedo quedarme más tiempo afuera. Hay que ent...